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Bio-Knospe-Lammfleisch: Von Profis für Gourmands

Reto Evian mit seinen Schafen

Lea Egli und Reto Fivian züchten oberhalb des Murtensees, in Villarepos Schafe. Ihr Bio-Knospe-Lammfleisch ist ein richtiges Geschmackserlebnis und wird erst noch nachhaltig produziert.

Sie zerschmelzen im Mund und sind eine Wonne für den Gaumen – die Knospe-Lammgigotspiessli von Lea Egli und Reto Fivian. Auf ihrem Biohof ist Lammfleisch ein richtiges Geschmackserlebnis. Kein Wunder, die beiden Biolandwirte aus Villarepos FR sind Meister ihres Fachs. Auf rund 30 Hektar Grünland halten Sie 220 Muttertiere. Nach der Ablammsaison im Frühjahr weiden über 600 Schafe der alten Engadinerrasse an den grünen Hängen oberhalb des Murtensees. „Als wir 2007 unseren Landwirtschaftsbetrieb übernommen haben, war für uns klar, dass wir mit Schafen arbeiten werden“, erzählt Lea Egli. „Der Betrieb umfasst viel Hangweiden, wo Ackerbau kaum möglich ist.“ Für diese Flächen seien Schafe mit ihrem leichten Tritt ideal. Die Grasnarbe bleibe intakt und der Boden damit geschützt. 

Viel Weide und kaum Kraftfutter

Auch sonst legen Lea Egli und Reto Fivian viel Wert auf eine nachhaltige Landwirtschaft. Die Richtlinien von Bio Suisse beschränken denn Einsatz von Kraftfutter auf ein Minimum von zehn Prozent. Auf der Bergerie de Chandossel erhalten nur die Muttertiere nach dem Ablammen eine Getreidemischung, die aber nur rund vier Prozent des Futters ausmacht. Damit steht die Erzeugung von Fleisch von Weidetieren aus Knospe-Betrieben kaum in Konkurrenz zur menschlichen Ernährung. Und weil die Lämmer während der ganzen Vegetationsperiode draussen weiden, sind sie nicht nur tierfreundlich gehalten, sondern auch fitter und weniger krankheitsanfällig. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf die Fleischqualität aus. 

Zucht für gesunde Tiere und gutes Fleisch

„Die Tiergesundheit ist eines unserer Hauptziele“, erklärt Reto Fivian. Weil im Biolandbau der präventive Einsatz von Antibiotika verboten ist und auch andere Medikamente nur zurückhaltend eingesetzt werden, haben sich die zwei Bioschäfer intensiv der Zucht von robusten und gesunden Tieren verschrieben. Akribisch messen sie regelmässig das Gewicht ihrer Lämmer, beurteilen den Gesundheitszustand, analysieren Stammbäume und verbessern so seit Jahren die Rasse. Das zahlt sich wiederum in tieferen Tierarztkosten aus. Wenn trotzdem einmal Medikamente eingesetzt werden, gilt gemäss Richtlinien von Bio Suisse eine doppelte Absetzfrist. Das heisst, Biobauern müssen nach der Verabreichung des Medikaments doppelt so lange warten mit dem Schlachten der Tiere wie konventionelle Bauern. So ist das Fleisch garantiert rückstandsfrei. 

Lammgigot ab auf den Grill!

Rund ein Fünftel der Schweizer Lämmer wird nach den Richtlinien von Bio Suisse gehalten. Zwar fragen Konsumenten hauptsächlich das Kotelett und das Nierstück nach, aber Gigot, Nuss oder Hackfleisch sind ebenso eine Gaumenfreude, wie etwa die Gigotspiessli der Bergerie de Chandossel zeigen. Schweizer Biolamm gibt es bei Bell, Coop, Le Shop, in Knospe-Metzgereien sowie über www.knospehof.ch. Mehr über die Bergerie de Chandossel auf: www.agneau-bio-lamm.ch

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