Sabine Vogt bringt neuen Wind auf die Bio Schwand


Sabine Vogt ist seit anderthalb Jahren Geschäftsführerin der Bio Schwand AG aus Münsingen BE. Die 31-jährige gelernte Hotelière vernetzt die ansässigen Unternehmen und plant viele neue Projekte. Am 26. und 27. August öffnet die Schwand ihre Türen für alle Interessierten.


Frau Vogt, was hat Sie auf die Schwand gebracht?

Ich kannte jemanden aus dem Verwaltungsrat und als ich das Inserat für die Geschäftsführung der Bio Schwand AG sah, habe ich nicht gezögert. Die Schwand war mir immer ein Begriff – verschiedene Verwandte von mir haben hier die landwirtschaftliche Ausbildung gemacht.


Was verbindet Sie mit der Bio-Landwirtschaft?

Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen. Wir haben im Stöckli gewohnt und ich war als Kind ständig im Stall. Bio-affin bin ich schon lange, ich lege Wert auf eine bewusste Lebens- und Ernährungsweise mit nachhaltigen, regional produzierten Lebensmitteln.


Die Bio Schwand AG hatte einen holperigen Start. Finanzierungsschwierigkeiten und verschiedene Wechsel in der Geschäftsführung prägten die ersten Jahre. Sie haben keine Angst vor diesen alten Geschichten?

Nein, davor habe ich keine Angst. Es ist mir aber sehr wichtig, dass man sie jetzt ruhen lässt. Wir hatten eine umfangreiche Refinanzierung und in den letzten anderthalb Jahren hat sich viel verändert. Wir sind auf gutem Weg.


Auf gutem Weg wohin?

Die Marke Schwand zu stärken und bekannter zu machen, was unter diesem «Dach» alles vereint ist. Natürlich die Inforama Bio-Schule, an der zukünftige Bio-Landwirte und -Landwirtinnen ausgebildet werden. Dann auch der Bio-Nebenerwerbskurs und die Bio-Wahlfächer, die verschiedenen Werkstätten, und auch verschiedene Mieter, zum Beispiel die Kontroll- und Zertifikationsorganisation Bio Test Agro, die Artha Sämerei, die verschiedenen kantonalen Ämter.



Wie bringen Sie diese verschiedenen Player unter die Marke Schwand?

Ich habe von Anfang viel in die Kundenpflege investiert, gehe bei den Leuten vorbei, trinke auch mal einen Kaffee mit ihnen. Es ist mir wichtig, dass diese unterschiedlichen Organisationen sich kennen, dass sie mögliche Synergien nutzen und dass ein Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht.


Woran arbeiten Sie zurzeit?

Ich merke, dass wir in der Umgebung zu wenig bekannt sind. Wenn Leute aus den umliegenden Gemeinden zum Beispiel den Heilpflanzenlehrpfad besuchen, sind sie hell begeistert, was es bei uns alles gibt. Zum Beispiel die verschiedenen Räume für Seminare und Sitzungen. Oder die Hotelzimmer mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Oder das Voll-Knospe-Restaurant mit Rohstoffen vorwiegend aus der näheren Umgebung. Deshalb organisieren wir am 26. und 27. August ein Wochenende der offenen Tür.


Was macht Ihnen Freude an dieser Arbeit? 

Ich kann immer wieder neue Projekte starten, die ansässigen Unternehmen enger verzahnen und Synergien ermöglichen. Ausserdem sehe ich immer das Positive! Ich lebe Gastfreundschaft und das ist vielleicht etwas, was bei den vielen Geschäftsführer-Wechseln vorher verloren ging. Daneben ist die Schwand ein wunderschöner Arbeitsort! Etwas ist nämlich von Beginn weg gleich geblieben: Ich gehe jeden Tag voller Freude an die Arbeit.



Tag der offenen Tür

Am Wochenende vom 26. und 27. August öffnet die Schwand jeweils von 10 bis 16 Uhr ihre Türen und bietet viele Aktivitäten an: Erkunden der verschiedenen Seminarräume und Hotelzimmer, einen Besuch bei Artha Samen mit Labyrinth, einen Heilpflanzen- und Bienenlehrpfad, Klangmeditation, Steinhauen mit «dieBildhauer», Pferdereiten, ein Kinderparadies und vieles mehr. Einblicke in die Bierwerkstatt Eberhard und die Inforama Bioschule sowie ein Besuch des Pop-up-Stores der Bärner Bio Bure und Sigi’s Biohof sind ebenso möglich. Leckere Verpflegung gibt’s im Knospe-Restaurant vor Ort.





Räumlichkeiten für Ihr Fest oder Seminar?

Bio Schwand bietet 11 Seminarräume in verschiedenen Grössen, mit Beamer, Visualizer und Flipchart ausgestattet. Zudem 50 Hotelbetten in Einzel- bis Vierbettzimmer, alle mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau und das öffentliches Knospe-Restaurant Gast.Haus für 160 bis 200 Gäste, mit Bio- und Demeter-Produkten, wenn möglich aus der Region. Für Feste, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern und Versammlungen ab 20 Personen öffnen wir unsere Türen auch am Abend und am Wochenende.



Mehr auf www.bioschwand.ch/




Interview: Katharina Scheuner

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