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Max Schwarz-Zurkinden: «Auf den Grill kommt Knospe-Gemüse»


Was wäre ein Grillfest ohne Peperoni, Aubergine und Zucchetti? Max Schwarz-Zurkinden von Schwarz Bio aus Villigen AG verrät, wie der seit zwanzig Jahren Knospe-zertifizierte Betrieb sein Sommergemüse anbaut.

Herr Schwarz-Zurkinden, wann ist in der Schweiz Saison für Tomaten, Peperoni und Auberginen?


Die Saison für Sommergemüse beginnt in der Schweiz ab Mitte Mai. Wegen dem kalten und sonnenarmen März begann die Saison dieses Jahr ein wenig später als üblich. Wir bauen biologisch an, weil die Produktionsweise nachhaltig ist und Rücksicht auf die natürlichen Ressourcen nimmt.


Was braucht es, damit Ihr Bio-Gemüse gut gedeiht?

Gutes Gemüse beginnt immer beim Samen, egal ob Klassiker oder schmackhafte moderne Sorte. Die Jungpflanze muss vor dem Setzen absolut gesund sein. Der passende Boden, die richtige Nährstoffversorgung, Licht und Wasser sind Grundlagen einer erfolgreichen Kultur. Je nach Gemüse brauchen wir im Gewächshaus zur Bestäubung Hummeln oder Nützlinge, die sich von Schädlingen ernähren. Der richtige Erntezeitpunkt und ein schonender Umgang bis ins Verkaufsgeschäft sind ebenfalls wichtig. Bei aller Technik: Ohne das «Gschpür» des Kultivators geht es nicht.

Wieso gedeihen die Sommergemüse oftmals im Gewächshaus?

Pflanzen mit einer längeren Vegetationsperiode wie Tomaten oder Gurken sind im Gewächshaus vor Witterung und Schädlingen besser geschützt. Die Kulturen erweisen sich dort auch als weniger krankheitsanfällig.

Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen biologischer und konventioneller Bewirtschaftung?

Knospe-Gewächshäuser dürfen vor dem ersten März nicht beheizt, sondern nur frostfrei gehalten werden. Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sind tabu. Die Bio-Pflanzen wachsen auch unter Glas im natürlichen Boden und die Düngung erfolgt nur mit organischem Material. Vorbeugende Massnahmen wie Klimaführung oder ideale Wassergaben sind bei Bio noch viel wichtiger als im konventionellen Anbau.

Welches sind Ihre Tipps für Grillgemüse:

Auf feine Zucchetti- und Peperonischeiben vor dem Grillieren Olivenöl mit Pinsel auftragen; Auberginentranchen werden zarter, wenn man sie vor dem Grill kurz in den Steamer gibt. Und last but not least: Probieren Sie dicke Zwiebelringe zu Würsten, das Aroma ist anders als bei feinen Ringen.


Max Schwarz-Zurkinden: «Auf den Grill kommt Knospe-Gemüse»

1 Kommentar

  1. Super schöner Bericht. Ich achte auch immer ganz besonders darauf, was bei mir in die Pfanne bzw. auf den Grill kommt. Mein Gemüse kaufe ich nur vom Biomarkt und mein Fleisch nur von aumaerk.com/ch. Mir ist wichtig, dass alles natürlich und nachhaltig produziert wird und auch die Tiere würdig behandelt werden. Wir sollten viel mehr im Einklang mit der Natur leben.

    Ganz liebe Grüße
    Lucas

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